Rosie     

 siehe Zuhause gefunden 2015 Halbjahr 1 

 

Update 16.12.2014 



Als Notfall kann man Rosie nun wirklich nicht mehr bezeichnen - auch wenn sie natürlich kräftig dazu beigetragen hat, das Vereinskonto zu einem solchen zu machen!

 

4 Wochen nach ihrer OP -die Nachsorge konnte vor Ort erfolgen- wollte man Rosie in der Klinik wiedersehen und das Ergebnis war überaus erfreulich. Selbst der routinierte Operateur hatte seine wahre Freude an der Wende in diesem individuellen Schicksal, denn es ist einfach nur schön zu beobachten, wie die Angst vor dem Schmerz bei bestimmten Bewegungen der ausgelassenen Bewegungsfreude gewichen ist - also vom Dauerschmerz endlich zur boxertypischen Lebensfreude!!! Außerdem sprießen die Haare, die Narbe sieht prima aus und der Muskelaufbau ist in vollem Gange. In ihrer Pflegefamilie bekommt Rosie zu ihrer absoluten Begeisterung frisches Futter (ihrer Ansicht nach dürfte es natürlich immer etwas mehr sein!). Ihr Fell glänzt inzwischen wie die berühmte Speckschwarte und ist wunderbar weich. Überhaupt ist Rosie ein wunderbarer Hund, der natürlich nicht "neu" ist und all seine schlechten Erfahrungen mitbringt; aber sie ist jetzt positiv, munter und bereit für ein neues Leben. Sympathisch, voller Liebe und hartnäckig - so ist unsere Rosie und so sollten auch ihre neuen Leute sein, damit der Topf zum Deckel passt und alle glücklich werden.

 

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Update 07.11.2014

Es ist höchste Zeit für Neuigkeiten!
Rosie war noch einmal in der Tierorthopädie und nach dem CT stand fest, dass sie direkt weiter in den OP musste. Die Diagnose: Cauda equina Syndrom. Die Schmerzen muss man sich so ähnlich vorstellen wie einen Dauer-Hexenschuss oder einen ständig einge-klemmten Ischiasnerv. Kein Wunder also, dass Rosie die Erl- eichterung schon beim Aufwachen spürte und den Wundschmerz gar nicht wahrnimmt. Sie verändert sich täglich, wird fröhlicher und möchte spielen, aber das darf sie vorerst noch nicht. Es sind ja noch nicht einmal die Fäden gezogen! Also wird geschmust statt getobt. Auch ihre Unverträglichkeit scheint zu bröckeln, denn auf ihrer Pflegestelle leben 3 weitere Boxer, mit denen sie inzwischen -zwar durch ein Gitter getrennt- aber doch in einem Raum sein kann. Nach ein paar aufgeregten Anfangsminuten liegen dann alle ruhig in ihren Körbchen. Wie die Schmerzfreiheit Rosie noch weiter verwandeln wird, müssen wir abwarten. Momentan wäre sie als Einzelhund in ländlicher Gegend sicher am besten aufgehoben - in einem Zuhause, wo immer jemand bei ihr ist, denn zu den vielen Dingen, die Rosie noch nicht beherrscht, gehört definitiv das Alleinebleiben. Aber was nicht ist, kann ja mit den richtigen Menschen an ihrer Seite noch werden...

Wie Sie sicher vorstellen können, war die OP nicht ganz billig und die Kosten haben unsere allerletzten Reserven aufgebraucht. Wir möchten aber, dass es den uns anvertrauten Tieren an nichts fehlt und daher würden wir uns über die eine oder andere Unterstützung sehr freuen und bedanken uns schon jetzt ganz herzlich.

Update 16.09.2014
Also, Rosies Blutwerte sind soweit in Ordnung. Lediglich ein Wert liegt so haarscharf an der Grenze, dass wir ihn in ca. 4 Wochen noch einmal kontrollieren und dann hier nachreichen werden. Heute war aufgrund unserer Erfahrung mit Rosies Schwester (siehe Notfall Maite) Termin bei der Tierorthopädie. Die erste Erkenntnis war eine traurige Überraschung, denn Rosie hat vor längerer Zeit offensichtlich eine Ladung Schrot abbekommen - davon zeugen viele kleine helle Punkte auf dem Röntgenbild. Es besteht deswegen kein Hand- lungsbedarf, aber dass sie so vertrauens- und liebevoll mit uns Menschen umgeht, hat uns alle berührt - zumal sie ja auch noch die Narbe ihrer eingewachsenen Kette um den Hals trägt! Was nun die eigentlichen Ergebnisse betrifft: ihr Knie, das als Ursache ihrer Schmerzen vermutetet wurde, ist glücklicherweise völlig intakt. Es ist die Hüfte, die nicht gut aussieht. Allerdings ist Rosie in der Hüfte sehr beweglich und recht schmerzarm. Von daher sagt auch der Fachmann, dass es das absolut Wichtigste für sie ist, endlich ordentliche Muskeln in Form von "knackigen Pobacken" aufzubauen. Ob danach überhaupt noch etwas getan werden muss, bleibt abzuwarten. Wir dürfen vorsichtig optimistisch sein. In einem Monat ist die nächste Kontrolle und bis dahin gilt: Bewegung, Bewegung und nochmals Bewegung (gezielt natürlich und unterstützt von leichten Schmerzmitteln, damit sie das auch wirklich gerne tut und keine Schonhaltung einnimmt). Ach ja: falls uns nichts anderes einfällt, sollen wir einfach NOCHMAL mit Rosie spazieren gehen. Insofern müssen wir gestehen: unsere Rosie ist wohl nichts für Couch-Potatoes. Aber ansonsten ist sie tatsächlich der versprochene Rohdiamant, ein echter Schatz - sogar in der Klinik!   

 

Rosie,  der Rohdiamant, 3 Jahre alt. So könnte man sie sicher be- zeichnen. Im Klartext heißt das, dass Rosie in ihrem bisherigen Leben - außer einer miserablen Haltung - absolut nichts kennengelernt hat. Sie beherrscht daher natürlich nicht einmal das kleine 1x1 der Hundeerziehung, weil sie schlichtweg gar nicht wusste, dass es so etwas überhaupt gibt. Aber sie lernt schnell und hat binnen weniger Tage das Kapitel Stubenreinheit (fast) abgeschlossen. Charakterlich ist sie ein Schatz, der sich trotz allem die Zuneigung zum Menschen erhalten hat. Schmusen findet Rosie genauso toll wie Spielen und ins Auto klettert sie freiwillig. Auch der Tierarztbesuch war gar kein Thema: Rosie hat alles ganz brav mitgemacht und dafür natürlich ordentlich Streicheleinheiten und Leckerchen vom Praxisteam abgestaubt! (Was der Bluttest ergibt, wird zu gegebener Zeit hier ergänzt) Mit einem Gewicht von 28kg muss die recht hochbeinige Dame nicht gepäppelt werden, allerdings fehlen ihr noch einige Kilo an Muskelmasse, besonders an den Hinterbeinen. Ihre neuen Leute müssten also viel Zeit, Liebe und Geduld aufbringen - Erziehung und Muskelaufbau sind die Basis dafür, dass unser Rohdiamant in absehbarer Zeit wunderschön funkeln kann.

Wer sich auf diese Aufgabe freut, kann sich gerne melden:

 

   

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