Sie möchten einem Tier aus dem Tierschutz ein Zuhause geben?!

 

Es gibt jede Menge Rassen und ihre Mischungen, die sehnsüchtig auf ihre Menschen warten. Doch nicht jeder Vierbeiner passt zu jedem Menschen. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Sie, bevor sie sich für einen Vierbeiner entscheiden, genau überlegen, wie ihr Wunsch-kandidat sein soll.

 

Wichtig ist für uns, dass das vermittelte Tier optimale Bedingungen bei Ihnen vorfindet und nicht nach wenigen Tagen oder Monaten an uns zurückgebracht wird.

 

Jedes Tier ist individuell und hat seine eigene Vorgeschichte. Oft handelt es sich um Fundtiere, die wir nur aus der Zeit in unserer Betreuung beurteilen können. Wenn ein "Secondhand-Hund" der erste  in ihrem Leben ist, kommt ein Problemhund, wie bedauerns- wert sein Schicksal auch sein mag, für sie nicht in Frage. Ein Hund mit guter Grunderziehung und/oder hohem Lernpotential ist ideal, egal wie er aussieht oder welcher Rasse/Mischung er angehört. Auch die älteren Semester, die ihre Jugendtorheiten bereits hinter sich haben, werden sich problemloser in einen Anfängerhaushalt eingewöhnen. Gerade wer einen ruhigeren Hund sucht, der nicht so viel Auslauf braucht, ist mit einem älteren Tier gut beraten. Diese brauchen manchmal ein paar Tage, um in der neuen Familie aufzutauen, aber sie sind glücklich mit kurzen Spaziergängen und langen Streichel-stunden. Heutzutage haben auch die Senioren bei guter Pflege und tierärztlicher Betreuung eine hohe Lebenserwartung und können sie noch viele Jahre glücklich machen. Manchmal ist es nicht möglich, Familien mit kleinen Kindern oder älteren Menschen einen bestimmten Hund zu vermitteln, da der Hund eventuell bereits schlechte Erahrungen mit Kindern gemacht hat oder einfach zu stürmisch ist.

Wenn die Entscheidung für ein Tier gefallen ist, kann die gemein- same Zeit mit der Eingewöhnungsphase beginnen. Dabei werden leider oft die gleichen Fehler gemacht, meist mit schlimmen Kon- sequenzen für das Tier – es muss zurück, was eine Katastrophe für das Tier bedeutet. Wichtig ist, die eigenen Erwartungen zu Anfang nicht zu hoch stecken. Oft ist das fehlende Verständnis für die Tier- psyche der größte Fehler, meist aus Unkenntnis der Zweibeiner: Überforderung, viele neue Eindrücke, neue Umgebung, neue Gerüche, neue Menschen und die gewohnten Artgenossen und Menschen, die bisher Schutz boten, sind nicht mehr da. Die meisten Tiere können sich leicht einleben und auf eine neue Situation einstellen, aber es geht nicht bei allen gleich schnell. Das Zauberwort heißt auf jeden Fall: GEDULD.

 

Bevor der neue Vierbeiner bei seiner neuen Familie einzieht, sollte der Platz für das Tier eingerichtet sein. Der Ruheplatz sollte nicht nur warm und gemütlich, sondern auch ein Ort der Ruhe und Ent- spannung für das Tier sein. Vor allen Kinder neigen dazu, dies nicht zu tolerieren. Es ist Aufgabe der Eltern darauf zu achten, dass der Rückzugsplatz und Futterplatz des Tieres von den Kindern akzeptiert wird. Wenn ein Tier in die Enge getrieben wird und dadurch großem Stress ausgesetzt ist, kann es unwillkürlich schnappen, kratzen oder beißen.

Auch sollte kurz nach dem Einzug eines neuen vierbeinigen Hausge-nossen auf große Besucherströme verzichtet werden. Der neue Fa- milienzuwachs hat am Anfang genug damit zu tun, die neue Familie und den normalen Tagesablauf kennen zu lernen. Vom ersten Tag an sollte, beim Hund, sein Platz im „Rudel“ zugeteilt werden. Wer zu Beginn, eigentlich Unerwünschtes, toleriert, hat es später sehr viel schwerer, die Unarten wieder abzugewöhnen. Wer gleich liebevoll, aber konsequent zeigt, was erlaubt ist und was nicht, wird es im Alltag sehr viel leichter haben.

Manchmal kann es, gerade bei Fundhunden, passieren, dass das eine oder andere kleinere oder größere Malheur in der Wohnung passiert.  Ist es doch einmal passiert, nützt es nicht zu schimpfen, es sei denn, man hat den Übeltäter auf frischer Tat ertappt. Viele ausreichende  Spaziergänge  und Lob, sobald der Vierbeiner sein Geschäft draußen verrichtet hat, helfen bei der Stubenreinheit.

 

Hunde sind zu Anfang generell an der Leine zu führen, bis der neue Besitzer sicher sein kann, dass das Tier nicht wegläuft, jagt, Jogger oder Radfahrer angreift. Hilfreich ist zu Anfang eine lange Schleppleine, mit der das Abrufen und Zurückkommen trainiert wird. Oft ist auch der Besuch einer guten Hundeschule für Mensch und Tier sinnvoll, damit das Miteinanderleben so komplikationslos wie möglich abläuft. Bitte achten Sie bei der Auswahl ihrer Hundeschule auf die Qualität der Ausbildung. Die Nachfrage bei anderen Hundebesitzern in ihrem Wohnort hilft oft bei der Entscheidung, welche Hundeschule empfehlenswert ist.

 

Katzen sind von Natur aus saubere Tiere. Falls nicht, zeigen sie durch Unsauberkeit, dass sie sich nicht wohl fühlen und das kann viele Ursachen haben. Daher gilt es, das Tier genauestens zu beob- achten und ggf. einenTierarzt aufzusuchen. Falls ihre Wohnung einen Balkon hat, sollte dieser mit einem Katzennetz gesichert sein. Viele Katzen sind schon während des Spiels oder der Jagd nach Insekten abgestürzt. Kippfenster sollten bei Abwesenheit der Zweibeiner mit einem speziellen Katzenschutz versehen sein. Viele Samtpfoten haben sich schon schlimm verletzt oder sind elendig verendet.

 

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Auslandstiere  

Sicherlich ist in Nord- und Mitteleuropa der Stellenwert der Tiere höher anzu- siedeln, als in Süd- und Osteuropa, aber wir können es nicht hinnehmen, dass dort Tiere vor sich hinvegetieren, als Gebärmaschinen missbraucht oder zu Tode gequält werden. Wir arbeiten mit seriösen Tierschützern im euro- päischen Ausland zusammen, die dabei helfen, dass der Tierschutzge- danke in die Köpfe der Menschen kommt und die Lebensqualität der Tiere durch Kastrationsprogramme und Auf- klärung der einheimischen Bevölker- ung vor Ort zu verbessern. Dies ist etwas, was kein Gesetz oder Ver- ordnung schafft. Es ist nicht Aufgabe der deutschen Tierschützer, tausende von Tieren im Jahr nach Deutschland zu importieren, sondern aktive Hilfe-stellung der Tierschützer vor Ort zu leisten. Unsere Vermittlungstiere aus dem Ausland können ihren Artge-nossen in ihrem Heimatland dadurch helfen, dass die Tierschützer eine größere Kapazität zur Versorgung der Straßentiere zur Verfügung haben. Alle Vermittlungstiere werden von uns gemäß EU- Richtlinien nach Deutsch- land eingeführt. Ein immer größeres Problem ist das Billigangebot von Rassehunden in Kleinanzeigen oder Internetportalen von Vermehrern aus Osteuropa. Dort müssen, unter schlimmstenBedingungen, Hündinnen Welpen am Fließband produzieren. Durch den Kauf unterstützten Sie diese skrupellosen Menschen und das Lei- den der Tiere wird dadurch verlängert. Oft bekommen Sie kranke und un- geimpfte Tiere. Hohe nachfolgende Tier- arztkosten sind keine Seltenheit. Geiz ist in diesem Fall nicht geil. Nicht nur im Ausland passieren grausame Dinge mit Tieren, auch bei uns, direkt vor der Haustür, gibt es große Missstände. Gehen Sie mit offenen Augen durch die Welt, melden Sie Tierschützern vor Ort, Behörden oder uns, wenn Sie Tier- quälereien beobachten. 

 

 

Jeder kann helfen, auch Sie!!!

 

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